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Die Bedeutung von Erdgas für den deutschen Wärmemarkt

Der Energieverbrauch in Deutschland wächst stetig. Im Jahr 2008 stieg er laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent. Den größten Anteil hat der Wärmemarkt: Auf ihn entfällt rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs. Fast die Hälfte aller Haushalte nutzt Erdgas – und ist so für klimaschonende Heizsysteme gut gerüstet.

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bezieht Deutschland seine Wärme aus fünf Energiequellen. Strom, Fernwärme und Kohle decken etwa 21 Prozent des Bedarfs ab. Rund 30 Prozent aller Haushalte heizen mit Öl. Auf Platz eins liegt Erdgas: In fast jeder zweiten Wohnung sorgt es für angenehme Temperaturen und warmes Wasser. Auch Bauherren setzen auf den Brennstoff: Rund 60 Prozent aller in 2008 neu errichteten Gebäude sind mit Gas-Heizungen ausgestattet.

Angesichts der verheerenden Folgen des Klimawandels rücken klimaschonende Heizmöglichkeiten immer stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit. Regenerative Technologien wie Biomasse, Sonne und Wasser können zurzeit den Bedarf jedoch nur zu einem kleinen Teil abdecken. Fossile Brennstoffe bleiben daher in den nächsten Jahrzehnten alternativlos.

Technik für mehr Leistung

Erdgas ist klimaschonend. Es setzt deutlich weniger CO2 und Feinstaub frei als Kohle oder Öl. Zudem ist Erdgas – in Kombination mit der Brennwerttechnik – besonders leistungsfähig: Es erreicht einen Nutzungsgrad von circa 98 Prozent. Das heißt, dass von der eingesetzten Energie so gut wie nichts verloren geht. Konventionelle Systeme kommen dagegen nur auf einen Wert von 65 Prozent. Bei der Brennwerttechnik wird aus den Abgasen und der Kondensationsflüssigkeit der Geräte zusätzliche Wärme gewonnen.

Langfristig verfügbar

Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) schätzen, dass in der Erde noch Reserven für mindestens 60 Jahre lagern. Die Ölreserven hingegen werden wesentlich früher erschöpft sein. Mit einer diversifizierten Bezugsstrategie sorgt die deutsche Gaswirtschaft dafür, dass Europas Gasversorgung dauerhaft gewährleistet ist. Im Mittelpunkt dieser Strategie stehen langfristige Verträge mit verschiedenen Lieferländern, die Erschließung eigener Quellen sowie der Bezug von verflüssigtem Erdgas (LNG). Darüber hinaus treibt die Energiewirtschaft die Produktion von Bioerdgas stetig voran, um Erdgas aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen zu können und die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen.

Fakt ist, dass regenerative Ressourcen den wachsenden Bedarf auf dem Wärmemarkt allein nicht stillen können. Soll die Versorgung effizient und klimaschonend sein, führt kein Weg an Erdgas vorbei. Aufgrund seiner positiven CO2-Bilanz und Verfügbarkeit sollte der Brennstoff stärker im Energiemix der Zukunft berücksichtigt werden. Dafür tritt die Initiative Erdgas pro Umwelt ein – um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft den Wärmemarkt von morgen zu gestalten.

Über die IEU

Die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) ist eine Gemeinschaft führender Unternehmen der Heizgeräteindustrie, der Gaswirtschaft, des installierenden Fachhandwerks und des Großhandels. Gemeinsam engagieren sich die Partner für klimaschonende Lösungen der Wärmeerzeugung im Haus.

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