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Im Fokus der Politik – energieeffiziente Gebäude

Sowohl die Europäische Union als auch nationale Regierungen begegnen dem Klimawandel verstärkt mit der Förderung von energieeffizienten Maßnahmen. Auch Deutschland will finanzielle und strukturelle Anreize schaffen, um Gebäude energiesparender zu gestalten.

Rund 32 Milliarden Tonnen Kohlendioxid gelangen Jahr für Jahr in die Atmosphäre, so die Statistik des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen. Mit dem 2005 in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll einigte sich die internationale Staatengemeinschaft zum ersten Mal auf verbindliche Ziele, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Auch die Bundesregierung formulierte daraus ein nationales Klimaschutzprogramm: Bis zum Jahr 2020 will Deutschland seine CO2-Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken, vor allem durch den sparsameren Einsatz von Energie und einen höheren Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

Modernisierung vorantreiben

Um ihre Ziele zu erreichen, will die Bundesregierung den Kohlendioxid-Ausstoß deutlich reduzieren, der beim Beheizen öffentlicher und privater Gebäude entsteht. Denn schlechte Dämmung und alte Heizanlagen sind für ein Fünftel der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Heizkesseln beträgt 25 Jahre. Das ist einer der Gründe, warum erst zwölf Prozent der Brennwertkessel dem Stand der Technik entsprechen. Hier setzt die Energieeinsparverordnung (EnEV) an, die zum Herbst 2009 verschärft wird. Der Jahresenergiebedarf in einem Neubau oder in einem sanierten Altbau muss in Zukunft 30 Prozent geringer sein als bisher. Darüber hinaus hat die Bundesregierung erstmals ein Energie-Gütelabel geschaffen – das „Effizienzhaus“. Es soll den Anreiz erhöhen zu modernisieren.

Neue Heizung geht vor

Der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz und weniger CO2 in alten Wohngebäuden ist die Erneuerung der Heizung. Sie wird seit dem 1.1.2009 nicht nur im Maßnahmenpaket, sondern auch als Einzelmaßnahme gefördert. Das kommt Eigentümern entgegen, die die Kosten einer Dämmung oder einer Komplettsanierung nicht finanzieren können. Bereits mit einer Investition in eine erdgasbetriebene Brennwertheizung lassen sich Energiekosten und Kohlendioxidausstoß reduzieren. Denn das innovative Heizungssystem arbeitet besonders effizient: Es spart 40 Prozent Energie und 35 Prozent CO2 im Vergleich zu herkömmlicher Technik . Wird dem Erdgas zusätzlich noch Bioerdgas beigemischt, reduzieren sich die CO2-Emissionen nochmals beträchtlich. Um wie viel genau, bestimmt der Eigentümer: Bioerdgas lässt sich unkompliziert in beliebiger Menge im Brennwertkessel einsetzen.

Motor für die Wirtschaft

Ein angenehmer Nebeneffekt des Engagements für das Klima: Die Modernisierung von Gebäuden und Heizungen erhöht die Beschäftigungsquote in Deutschland. Laut Branchenverband BDH könnten dadurch in den nächsten zehn Jahren rund 200.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen – in der Bauwirtschaft und im mittelständisch geprägten Sanitär-, Heizungs- und Klimagewerbe. Der Grund: 90 Prozent der energierelevanten Produkte und Dienstleistungen werden in Deutschland hergestellt beziehungsweise realisiert. Zusätzlich sind die innovativen Fabrikate aus Deutschland Exportschlager. Rund 60 Prozent des heizungsindustriellen Umsatzes in Europa entfallen auf deutsche Firmen.

Weiterführende Links

Studien zum Thema

  • „Verdopplung des Modernisierungstempos bis 2020“ Evaluierung der Energie- und CO2-Einsparung im Auftrag des Bundesindustrieverbands Deutschland
  • Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), 2007
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Eine Heizungsmodernisierung mit Gas-Brennwerttechnik ist eine vergleichsweise kostengünstige Energiesparmaßnahme.

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