Daten und Fakten

Die Anfänge von Erdgas

Es wurde nachgewiesen, dass sich Erdgas bereits vor über 600 Millionen Jahren bildete. Die ersten verzeichneten Funde wurden ca. 6000 v.Chr. im heutigen Iran verzeichnet. Der erste praktische Einsatz erfolgte in China und geht bis ca. 900 v.Chr. zurück. Dabei verwendete man das bei der Salzgewinnung entdeckte Gas für den Prozess der Trocknung der gefundenen Kristalle.

Wie wird es gefördert?

Gaspreis hängt von Förderort abErdgas liegt in bis zu 7000 Metern Tiefe und bedarf enormer Anstrengungen, um es an die Oberfläche zu befördern. Voraussetzung für den Transport sind entsprechend tiefe Bohrungen. Einmal an der Oberfläche erfolgt die Weiterbeförderung durch ein Netzwerk aus Pipelines. Die notwendige Infrastruktur wird immer weiter ausgebaut und umfasst mittlerweile, regionale, örtliche sowie Fernleitungen zusammengefasst, nahezu 360.000 Kilometer, allein in Deutschland. Neben dem Transport über Pipelines wird nach wie vor der Transport von Flüssigerdgas über den Seeweg mithilfe von Schiffen praktiziert. Zu diesem Zweck muss das Erdgas auf -162 Grad Celsius abgekühlt und hoch verdichtet werden. Sein Volumen schrumpft in Folge dieses Prozesses auf lediglich 1/600 seines Ausgangswerts.

Wie setzt sich Erdgas zusammen?

90 Prozent bilden Methan. Diesem Umstand ist im Übrigen die Bezeichnung von Erdgas als klimafreundlicher Energieträger zu verdanken. Methan besitzt einen hohen Wasserstoffanteil im Verhältnis zu seinem Kohlenstoffanteil, wodurch der Verbrennungsprozess wesentlich sauberer erfolgt. Es werden lediglich 200 Gramm Kohlenstoffdioxid freigesetzt, was einem um 25 Prozent geringeren Ausstoß entspricht, als bei leichtem Heizöl.

Wie hoch ist der Anteil von Erdgas auf dem Wärmemarkt?

Für die Wärmeversorgung in Deutschland genießen fünf Energieträger hohe Aufmerksamkeit, wobei Erdgas mit 50 Prozent ziemlich genau die Hälfte ausmacht, gefolgt von Öl (30 Prozent), Fernwärme (12,5 Prozent), Strom (4,5 Prozent) und abschließend Kohle mit 3 Prozent.

Wärmemarkt und regenerative Ideen in Deutschland

Gaspreis sorgt für VerwunderungIn deutschen Haushalten fallen ca. 87 Prozent des gesamten Energiebedarfs auf die Versorgung mit Warmwasser und die Heizung, weshalb ein Gaspreisvergleich regelmäßig durchgeführt werden sollte. Der Anteil an regenerativen Ideen soll in Deutschland bis 2020 sukzessiv ausgebaut werden. Wurden 2008 lediglich 9,7 Prozent des Gesamtenergiebedarfs aus den Energiequellen Wind, Wasser und Sonne gewonnen, so soll der Prozentanteil bis 2020 auf 14 Prozent ansteigen.

Potentielle Auswirkungen auf die Modernisierung von Heizungen

In Deutschland sind mehr als drei Millionen Heizanlagen älter als 18 Jahre. Technisch veraltet verbrauchen sie deutlich mehr Energie als moderne Anlagen. Im Durchschnitt geht man von einem Mehrverbrauch von 30 – 50 Prozent aus, weshalb jedem ein Gasvergleich anzuraten ist. Eine Umstellung auf Erdgas verspricht eine Reduktion des individuellen Kohlenstoffdioxid- Ausstoßes um 32 Prozent, was einem Einsparen von bis zu vier Tonnen pro Haushalt gleich käme.

Auswirkungen für Konjunktur und Arbeitsmarkt

Nicht nur in Hinblick auf die Reduktion vom Emissionen spielt Erdgas eine große Rolle. Die durch eine Umstellung auf Erdgas- Heizungen angetriebene Modernisierung von Gebäuden besitzt das Potential in den nächsten zehn Jahren über 200.000 Arbeitsplätze zu schaffen.