Energieträger der Zukunft
Erdgas deckt ein Fünftel der deutschen Primärenergieversorgung ab. Es lässt sich zur Stromerzeugung in Gasturbinen und als günstiger und schadstoffarmer Kraftstoff für Verbrennungsmotoren verwenden. Zudem heizt fast jeder zweite deutsche Haushalt mit dem klimaschonenden Brennstoff. Wegen seines hohen Wasserstoffanteils produziert das farblose Gas bei der Verbrennung wesentlich weniger Kohlendioxid als Erdöl.
Sichere Versorgung
Deutschland besitzt nur wenige eigene Erdgasressourcen. Inländische Quellen speisen derzeit 13 Prozent des Bedarfs, Auslandsimporte decken die restlichen 87 Prozent ab. Russland, ist mit 32 Prozent der wichtigste Erdgaslieferant, Norwegen folgt mit 29 Prozent und die Niederlande mit 20 Prozent. Die restlichen 6 Prozent verteilen sich auf Dänemark, Großbritannien und andere Länder. Um eine dauerhafte Versorgung mit dem Energieträger sicherzustellen, hat die deutsche Energiewirtschaft langfristige Lieferverträge mit den Erdgasproduzenten geschlossen, die teilweise bis in das Jahr 2036 reichen. Die heimischen Erdgasunternehmen beteiligen sich zudem an Förderungen in Sibirien, der Nordsee oder in Nordafrika und entwickeln derzeit zahlreiche LNG-Projekte (Liquefied Natural Gas, LNG), um die Beschaffung und Nutzung von Flüssigerdgas zu optimieren.
Quelle: Journalisteninformation www.bdew.de, s.u.
Intensiver Aufbau
Erdgas gelangt über Pipelinenetze mit einer Gesamtlänge von mehreren 100.000 Kilometern oder als Flüssigerdgas in Tankern von den Förderorten nach Deutschland. Um die Versorgung mit Erdgas in Krisen, wie etwa dem Streit zwischen Russland und der Ukraine 2008/2009, zu sichern, investieren die Erdgasimporteure in den Ausbau der Pipelines. Auf diese Weise werden die europäischen Energiemärkte besser miteinander vernetzt, und Erdgas lässt sich wenn nötig auch an andere Bezugsländer umleiten. Zudem sind vor dem Hintergrund des steigenden Erdgasbedarfs neue Pipelines erforderlich. Das deutsche Erdgasnetz befindet sich daher im intensiven Aufbau. So wird unter anderem im Projekt Nordstream eine Pipeline durch die Ostsee gelegt, die Deutschland direkt mit den russischen Erdgasvorkommen verbindet. Insgesamt investierte die heimische Erdgaswirtschaft seit 2001 mehr als 16 Milliarden Euro in die Optimierung der Infrastruktur.
Weitereführende Links:

Die IEU führt regelmäßige Studien rund um das Thema „energetische Modernisierung“ durch. Hier finden Sie mehr Informationen zu der aktuellen Studie, dem Modernisierungskompass 2012 und weiteren Studien der IEU.
Die IEU-Fördermitteldatenbank bietet Ihnen eine Übersicht über nationale und regionale Programme.
Eine Heizungsmodernisierung mit Gas-Brennwerttechnik ist eine vergleichsweise kostengünstige Energiesparmaßnahme.












