Pragmatisch Klimaziele erreichen
Initiative Erdgas pro Umwelt legt zum "Petersberger Klimadialog" Vorschlag zur nationalen CO2-Minderung vor
Die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) begrüßt den jüngsten Vorstoß von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, die globale Klimapolitik pragmatischer zu gestalten. Beim "Petersberger Klimadialog" in Bonn will der Minister vom 2. bis 4. Mai mit Vertretern aus 45 Ländern konkrete Klimaprojekte und Initiativen verabreden, um den globalen CO2-Ausstoß zu verringern. Auf nationaler Ebene könnte laut IEU die stärkere Förderung der Heizungsmodernisierung hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.
| Erdgas-Brennwerttechnik liefert beste CO2-Bilanz. (Bild: IEU) |
"Mehr Pragmatik - wie Minister Röttgen sie anstrebt - würde auch dem deutschen Wärmemarkt gut tun", stellt Bernhard Funk, Sprecher der Initiative Erdgas pro Umwelt, fest. "Um den derzeitigen Modernisierungsstau bei den privaten Heizanlagen aufzulösen, brauchen wir Verlässlichkeit in der Förderung und Technologieoffenheit für die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen. Bei der Förderung des Heizungstauschs sollte weniger die Heiztechnologie, sondern die eingesparte CO2-Menge die entscheidende Rolle spielen."
Rund 50 Prozent aller deutschen Haushalte nutzen derzeit Erdgas, um ihren Wärmebedarf zu decken. Sie könnten - soweit noch nicht geschehen - mit geringem Investitions- und technischem Aufwand auf die effiziente Erdgas-Brennwerttechnik umsteigen. Durch Wirkungsgrade von nahezu 100 Prozent verbrauchen die modernen Heizkessel deutlich weniger Brennstoff als veraltete Heizungsanlagen und verringern damit den CO2-Ausstoß. "Beim Umstieg auf Erdgas-Brennwerttechnik müssen umgerechnet nur 94 Cent investiert werden, um ein Kilogramm CO2 pro Jahr einzusparen. Kein anderes der zur Verfügung stehenden Heizsysteme erzielt einen besseren Wert", erklärt Bernhard Funk. Das habe der 2009 veröffentlichte IEU-Modernisierungskompass gezeigt, der unter www.ieu.de kostenlos heruntergeladen werden kann.
Modernisierungsmotor mit Erdgas-Brennwerttechnik starten
Die vergleichsweise niedrigen Investitionskosten bieten damit einen starken Anreiz, um den Heizungstausch im Bestand zu mobilisieren. Denn Immobilienbesitzer sind anders als Bauherren nicht gesetzlich zur Nutzung erneuerbarer Energien verpflichtet. Bernhard Funk: "Jeder wählt den für ihn sinnvollsten Weg. Eine Erdgas-Brennwertheizung, die sich allein durch die gesparten Heizkosten nach durchschnittlich nur 4,8 Jahren rentiert, ist daher attraktiver als kostenintensive regenerative Lösungen. Eine staatliche Förderung, die die eingesetzte Heiztechnologie freistellt, wäre daher der entscheidende Impuls, um den Modernisierungsmotor im Gebäudebestand anspringen zu lassen."
CO2-Ausstoß im Bestand effektiv senken
Mehr als 70 Millionen Tonnen CO2 ließen sich einsparen, wenn alle zehn Millionen Heizkessel, die in Deutschland bis 2020 modernisierungsbedürftig sind, gegen moderne Erdgas-Brennwertheizungen ausgetauscht würden. Dieses Potenzial lässt sich durch die verstärkte Nutzung von Bioerdgas, das jede Erdgasheizung ohne technische Umrüstung verbrennen kann, noch weiter steigern. "Als Bioerdgas ist Erdgas selbst eine erneuerbare Energie und in der Kombination von Erdgas-Brennwerttechnik und Solarthermie geradezu unschlagbar", so Bernhard Funk.
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IEU_Pressegrafik_Bilanz Erdgas-Brennwerttechnik.jpg | Erdgas-Brennwerttechnik liefert beste CO2-Bilanz. (Bild: IEU) | 270.88 Kb |
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IEU_Presseinformation_Petersberger Klimadialog.pdf | IEU Presseinformation "Pragmatisch Klimaziele erreichen" | 213.93 Kb |

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Die IEU-Fördermitteldatenbank bietet Ihnen eine Übersicht über nationale und regionale Programme.
Eine Heizungsmodernisierung mit Gas-Brennwerttechnik ist eine vergleichsweise kostengünstige Energiesparmaßnahme.














