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Klimaschutz: handeln statt verhandeln

Heizungstausch bietet großes Potenzial zur CO2-Einsparung

Die UN-Klimakonferenz in Bonn sollte das weitere Vorgehen für ein neues Weltklimaabkommen festlegen. Der große Wurf blieb zwar aus, die Notwendigkeit, den Treibhausgasausstoß und die Erderwärmung zu begrenzen, ist allerdings unbestritten. Für Immobilienbesitzer lohnt sich die Minderung von CO2-Emissionen laut der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) doppelt: Wer seine veraltete Heizanlage gegen eine moderne Erdgas-Brennwertheizung tauscht, schont die Umwelt und spart gleichzeitig viel Geld.

Hohe Effizienz für niedrigere Heizkosten und weniger CO2-Ausstoß: Die moderne Erdgas-Brennwerttechnik nutzt die Wärme aus dem Abgas und erzielt damit Nutzungsgrade von rund 98 Prozent.(Bild: IEU)

"Wer seinen Brennstoff effizient nutzt, kann beim Heizen CO2, Energie und Geld sparen", erklärt Bernhard Funk, Sprecher der Initiative Erdgas pro Umwelt. "Die moderne Erdgas-Brennwerttechnik erzielt Nutzungsgrade von rund 98 Prozent. Allein durch die eingesparten Heizkosten rechnet sich der Heizungstausch oft bereits nach weniger als fünf Jahren."

Heizenergie komplett nutzen

Bei jeder Zentralheizung wird mit einem Brenner Heizungswasser erhitzt, das dann durch die Heizkörper fließt. Das bei der Verbrennung entstehende heiße Abgas entweicht bei veralteten Anlagen ungenutzt über den Schornstein - und mit ihm eine große Menge an wertvoller Energie. Hier setzt die Erdgas-Brennwerttechnik an, um ihren hohen Nutzungsgrad zu erzielen: Zum einen sind die Abgastemperaturen bei Brennwertgeräten wesentlich niedriger als bei veralteten Heizkesseln. Zum anderen wird das Abgas über einen Wärmetauscher geführt, bevor es in den Schornstein gelangt. Durch die Rohre des Wärmetauschers fließt das abgekühlte Heizungswasser, das aus dem Heizkreislauf zurückkehrt. Es wird so bereits vorgewärmt, bevor der Brenner es erneut - mit geringerem Energieaufwand - aufheizt. "Durch diese Wärmerückgewinnung wird zusätzlich die im Abgas gebundene Wärme genutzt", erläutert Bernhard Funk. "Die verbesserte Effizienz schützt das Klima, da wesentlich weniger schädliches CO2 entsteht."

Großes Potenzial für Deutschland

In Deutschland heizt derzeit rund die Hälfte aller Haushalte mit Erdgas. Sie könnten unproblematisch auf die hoch effiziente Erdgas-Brennwerttechnik umsteigen, einen großen Teil ihrer Heizkosten einsparen und ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen. Denn würden alle zehn Millionen Heizungen, die in Deutschland bis 2020 modernisierungsbedürftig sind, konsequent gegen Erdgas-Brennwerttechnik ausgetauscht, würde der CO2-Ausstoß um mehr als 70 Millionen Tonnen pro Jahr sinken. Das deutsche Klimaziel für den Wärmemarkt liegt bei 93 Millionen Tonnen. "Wer zusätzlich Bioerdgas bezieht und seine Heizung mit einer solarthermischen Anlage kombiniert, hat den Grundstein für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Wärmeversorgung gelegt", so Bernhard Funk.

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