Schufa

Trotz negativer Schufa Gasanbieter wechseln

Trotz negativer Schufa den Gasanbieter wechseln? Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Seit einigen Jahren sind die Energiepreise und damit auch die Gaspreise häufiger gestiegen. Experten rechnen damit, dass die Anbieter auch in den nächsten Jahren wieder öfter die Preise erhöhen werden. Angesichts dieser Entwicklung verwundert es doch sehr, warum nur so wenige Deutsche regelmäßig einen Gaspreisvergleich durchführen und den Versorger wechseln. Denn damit lassen sich bequem mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Dabei ist der Wechsel zu einem neuen Anbieter deutlich einfacher, als es die meisten Leute erwarten – er kostet Sie oft nicht mehr als 10 Minuten. Gerade wer sich nicht auf die Grundversorgung einlassen will, sollte sich nach einem neuen Anbieter umschauen. Ein Problem dabei: Die Schufa Prüfung! Es gibt heutzutage kaum mehr Anbieter, welche bei einem Gasanbieterwechsel keine Bonitätsprüfung durch die Schufa durchführen.

Wer eine negative Schufa besitzt, wird vom Anbieter meist einfach abgelehnt. Dabei kann es bei jedem, jung oder alt, schon mal vorkommen, dass die Bonität ins Negative rutscht. Was die Schufa eigentlich ist und welche Möglichkeiten Sie haben, einen Gasanbieter trotz negativer Schufa zu finden, erfahren Sie hier in unserem kompakten Schufa Ratgeber.

1. Was ist die Schufa?

Die Schufa (kurz für: Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Wiesbaden. Der Zweck des Unternehmens ist es, ihre Vertragspartner, also beispielsweise Gasunternehmen, mit Informationen über die Bonität Dritter zu informieren. Also salopp gesagt: Die Schufa gibt Ihrem neuen Versorger Informationen darüber, wie viel Sie auf der hohen Kante haben und ob sich ein Vertrag mit Ihnen für den Versorger lohnt. Das Unternehmen verfügt über Millionen von Einzeldaten zu über 60 Millionen Bürgern in Deutschland und bearbeitet mehrere Millionen Anfragen jährlich. Diese Daten erhält die Schufa meist von deutschen Banken, bei welchen die Bürger hierfür das Einverständnis gegeben haben. Andere Daten beschafft sich die Wiesbadener Firma allerdings auch selbst aus öffentlich einsehbaren Quellen, wie etwa Schuldverzeichnissen beim Amtsgericht. Es ist in Deutschland immer noch höchst umstritten, ob das Unternehmen diese Daten längerfristig speichern bzw. digitalisieren darf oder nicht.

Eine negative Schufa erschwert oft einen erfolgreichen Gasanbieterwechsel

Eine negative Schufa erschwert den Gasanbieterwechsel, macht ihn aber nicht unmöglich.

Die Vertragspartner der Schufa erhalten dabei häufig einen sogenannten Score-Wert zwischen 1 und 100, der ihnen sagt, wie groß die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits ist. Es gilt: Je niedriger die Zahl, desto höher die Ausfallwahrscheinlichkeit. Der Score-Wert ist dabei anhängig von einigen Faktoren wie etwa der Anzahl der Bankkonten oder die der Wohnungswechsel.

2. Schufa und Gasanbieter

Dank der Liberalisierung des Gasmarktes haben Sie als Kunde heutzutage die Qual der Wahl, aus vielen verschiedenen Angeboten zu wählen. Diese unterscheiden sich nach verschiedenen Faktoren, etwa, ob sie eine Preisgarantie haben oder ganz schlicht in der Gasmenge, die Sie bestellen. Eines ist bei allen Tarifen aber gleich: Der Gasanbieter wird bei der Schufa anfragen und sich nach Ihrer Bonität erkundigen. Sie wollen überprüfen, ob Sie möglicherweise gar nicht in der Lage sind, den unterzeichneten Tarif ein volles Jahr oder sogar länger zu bezahlen.

Das kann zu kleineren Problemen führen. Die Gasanbieter stellen sich bei negativen Schufa-Einträgen meist quer und verweigern eine Unterzeichnung des Vertrags. Andere lassen sich auf diesen nur zu deutlich höheren Preisen ein.

3. Gasanbieter mit negativer Schufa finden

Sich bei einem abgelehnten Vertrag mit den Gasanbietern herum zu schlagen, kann Sie oft den allerletzen Nerv kosten. Daher gibt Ihnen unser Ratgeber Tipps, wie Sie trotz negativer Schufa einen Gasanbieter zu normalen Preisen finden können:

3.1 Recherche im Internet

Vereinzelt lassen sich im Internet noch Anbieter finden, die trotz negativer Schufa verschiedene Gastarife anbieten. Das rührt schlicht daher, dass manche Versorger gar nicht mit dem Kreditsicherungs-Unternehmen zusammen arbeiten und daher dessen Daten nicht besitzen, weil keine Abfrage statt findet. Man muss allerdings zugeben, dass diejenigen Anbieter, welche auf eine Bonitätsprüfung verzichten, schon immer wenige waren und auch immer weniger werden. Mit etwas Glück und den richtigen “Connections” lässt sich dieser Fall allerdings nicht komplett ausschließen. Sie sollten sich allerdings nicht darauf verlassen, dass Sie hier zwingend Ihr Glück finden.

Achtung! Überprüfen Sie – gerade im Internet – jeden Vertrag oder Tarif, den Sie unterzeichnen, doppelt! Holen Sie sich zur Not Hilfe von Experten, falls Sie einen Absatz nicht verstehen. Denn ein erstmal abgezeichneter Vertrag lässt sich oft nur innerhalb der nächsten 14 Tage kündigen.

3.2 “Prepaid-Vertrag” als Alternative

Eine weitere Alternative für Sie wäre, einen Vertrag mit Vorkasse abzuschließen, auf welche sich die meisten Gasanbieter auch trotz negativer Schufa einlassen, quasi eine Art “Prepaid-Vertrag”. Sie haben dabei nicht nur die Möglichkeit, einen anderen Gasversorger als den Grundversorger zu wählen, sondern können obendrein noch proftitieren: Denn wer sich für einen Tarif mit Vorkasse entscheidet, zieht häufig einen Vorteil aus günstigeren Preisen. Dafür müssen Sie allerdings auch das Risiko eingehen, relativ viel Geld im Voraus hinzulegen, welches Sie im Falle einer Insolvenz des Anbieters meistens nicht wieder sehen werden. Außerdem kann diese Vorauszahlung je nach Tarif und Anbieter schon mal relativ hoch ausfallen. Dem Gasanbieter bietet ein solcher Vetrag allerdings den Vorteil, dass er trotz Ihrer negativen Schufa abgesichert ist. Der Anbieter muss nicht auf sein Geld warten und Sie haben keinen nervigen Diskussionen und keine Sorgen, ob Sie im nächsten Monat überhaupt noch Gas geliefert bekommen.

Tipp: Wir von www.ieu.de empfehlen Ihnen, einen Vertrag mit Vorkasse immer mit einer monatlichen Vorauszahlung abzuschließen. Wenn Sie monatlich nur einen Bruchteil der Jahreskosten überweisen müssen, handelt es sich meist um einen überschaubaren und machbaren Betrag.

4. Fazit: Gasanbieterwechsel mit negativer Schufa geht!

Ziehen wir also ein Fazit, können wir festhalten, dass eine negative Schufa Sie zwar vor einige Probleme stellt, Sie diese aber mit der richtigen Recherche oder der passenden Methode lösen können. Sie können das Glück haben, einen Anbieter zu finden, der noch auf eine Bonitätsprüfung verzichtet; verlassen sollten Sie sich darauf allerdings nicht, denn diese werden immer weniger. Daher raten wir Ihnen eher zum Prepaid-Modell. Falls Sie dann den gewünschten Tarif haben, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Gasverbrauch möglichst gering halten. Hier haben wir in unserem Ratgeber einige wichtige Tipps für Sie.

Abschließend können wir Ihnen nur noch raten, auf jeden Fall immer einen Wechselantrag zu besseren Konditionen für Sie abzuschicken, auch wenn Sie das vielleicht nicht wollen: Denn mehr als abgelehnt werden, können Sie auch nicht!

Schufa am 1. Juni 2016 ist bewertet mit 4.4 of 5